Palme

Die Frohe Botschaft für Leute von heute



Predigten, Gottesdienst-Entwürfe, Bibel-Projekte und Segensworte
von Pfarrer Matthias Blaha



Meine Predigten

Gottesdienste

Bibel-Projekte

Das bin ich


Kontakt

Impressum

Links

Gedichte


Segensworte


Startseite



Katholische Morgenfeier am 02.10.2011 / Erntedank

Die Früchte der Dankbarkeit

2 Kor 9,7-11a – Lk 17,11-19

Podcast

Es war der vierte Adventsonntag im Jahr 1994. Seit ein paar Wochen lebe und arbeite ich in Ostafrika, genauer gesagt in einer großen Pfarrei im Hochland Kenias. Dort halte ich mich nach meinem Studium für ein einjähriges Praktikum auf, um den Pfarrer zu unterstützen und die Seelsorge in einem sogenannten „Missionsland“ kennenzulernen. Alles ist neu für mich, das meiste völlig anders als bei mir zu Hause im traditionellen, katholischen Bayern. So auch das Ernte­dankfest, das in Kenia ein paar Tage vor Weihnachten gefeiert wird, um das Ende der Regenzeit herum.

Als ich einige Zeit vor Beginn des Gottesdienstes in die Kirche komme, fällt mir sofort ins Auge: Der Erntedankaltar fehlt! Bei mir zu Hause werden an Erntedank Kürbisse, Gurken, Krautköpfe, Tomaten, Äpfel, Trauben, Birnen und viele andere Obst- und Gemüsesorten vor den Altartisch drapiert. Natürlich dürfen auch ein großer Brotlaib und eine Erntekrone aus Getreideähren nicht fehlen. Und hier, in dieser Kirche in Kenia: nichts! Das ist aber schon ein bisschen nüchtern, denke ich mir, und setze mich in die Bank, neugierig darauf, was das wohl noch alles werden soll.

Die Kirche füllt sich. Viele der Frauen und Mädchen, die kommen, tragen Körbe und Taschen auf dem Kopf oder auf dem Rücken und stellen diese hinten in der Kirche ab. Manche von den Leuten kennen mich schon und nicken mir freundlich zu; als einziger Weißer unter lauter Einheimischen bin ich bekannt wie der sprichwörtliche „bunte Hund“.

Der Gottesdienst beginnt. Orgelmusik gibt es hier keine. Aber einen Chor – und wie begeistert der singt! Dazu rhythmische Trommelklänge und Tänzerinnen, die den Pfarrer und die Ministranten beim Einzug in die Kirche begleiten. Immer wie­der mischen sich Jubelrufe aus der Gottesdienstgemeinde in den Chorgesang. Der Pfarrer spricht von Dankbarkeit, weil es eine gute Ernte gegeben hat; der Regen ist in diesem Jahr rechtzeitig und reichlich gefallen. Auch dazu wieder Jubelrufe.

Und dann ist Gabenbereitung. Alle gehen aus ihren Bänken. Miteinander greifen sie nach den hinten in der Kirche abgestellten Körben und Taschen, und mit einem beschwingten Tanz tragen sie sie nach vorn zum Altar. „Asante Mungu“ – „Danke, Gott!“ rufen sie, während sie die Sachen dem Pfarrer übergeben. Der stellt alles vor den Altar, und als alle wieder auf ihren Plätzen sind, fängt er an, auszupacken. Er greift in eine Tasche, hält zwei Handvoll Maiskörner in die Höhe, und die Gemeinde ruft wieder „Asante Mungu“. Das gleiche geschieht, als er Bananen aus einem Korb herausholt, und auch bei Bohnen, Süßkartoffeln, Spinat, Mangos und Mehl erschallt der Ruf „Asante Mungu“ – „Danke, Gott!“

Ein Erntedankaltar der etwas anderen Art ist entstanden – Lebensmittel, von den Gläubigen zum Altar gebracht, nicht kunstvoll angeordnet, aber in beeindrucken­der Menge und Vielfalt.

Irgendwann ist der Gottesdienst zu Ende, und ich verfolge gespannt, was sich jetzt vor dem Altar tut. Der Pfarrer und einige Honoratioren vom Pfarrgemeinde­rat stehen bei den Erntegaben, lange Listen in den Händen, umringt von Men­schen, denen sie verschiedene Lebensmittel aushändigen. Der eine bekommt eine Tüte mit Maismehl, die andere ein paar Bündel Spinatblätter, und nach einer halben Stunde ist der Platz vor dem Altar so leer, wie er vor dem Gottesdienst war.

Später, beim Mittagessen, frage ich den Pfarrer nach dem tieferen Sinn der Aktion. Er erklärt mir: „Praktisch alle Familien hier bei uns leben von der Land­wirtschaft. Die Leute aus der Gemeinde, die eine gute Ernte gehabt haben, brin­gen ein Zehntel von ihrem Ertrag zum Erntedankfest in die Kirche. Die Sachen nehme ich entgegen; du hast es ja bei der Gabenbereitung gesehen. Am Ende des Gottesdienstes teile ich sie an diejenigen aus, die nichts mitbringen konnten, weil sie arm sind. Je nachdem, wie groß ihre Familie ist, bekommen sie so viel, dass sie an Weihnachten genug zu essen haben. Und so können heute alle von der Messe glücklich nach Hause gehen.“

Musik: Bwana Asifiwe. Aus: The Tanzanian New Life Band, CD African Praise, Track 8. Weton-Westgram B.V. Oud-Beijerland 2000. Best-Nr. MG2048, ohne LC

Liebe Hörerinnen und Hörer, dieser Erntedanksonntag 1994 war für mich ein Schlüsselerlebnis, das durch viele andere Begegnungen mit gläubigen Men­schen in Kenia vertieft wurde. Ich habe kennengelernt, was echte Dankbarkeit bedeutet, und ich habe erfahren, was sie bewirkt.

Die Menschen, die mir diese Dankbarkeit beigebracht haben, sind nach deut­schen Maßstäben arm: Sie leben in einer einfachen Lehmhütte auf engstem Raum zusammen und müssen das Wasser aus dem Fluss holen. Sie besitzen kein Bankkonto, keinen Fernseher und kein Auto. Und doch bezeichnen sie sich nicht als arm, im Gegenteil.

Eine Mutter hat mir mal gesagt: „Ich habe einen guten Mann und fünf gesunde Kinder; ich habe ein Dach über dem Kopf und ein kleines Feld, auf dem ich Mais anbaue; meine drei Hennen legen Eier; und mit den Nachbarn verstehe ich mich bestens. Gott hat mich ja so reich beschenkt! Und Gott wird’s auch weiterhin gut mit mir meinen.“

Reich beschenkt sieht sich diese Frau, weil sie nichts in ihrem Leben als selbst­verständlich hinnimmt. Was in meinen Augen Kleinigkeiten waren, waren für die Frau wertvolle Geschenke, die sie ihrem Gott zugeschrieben hat. Und so war sie zutiefst dankbar für ihre Familie, ihr Zuhause, ihre kleine Landwirtschaft. Diese Dankbarkeit lässt die Frau glücklich sein und vertrauensvoll in die Zukunft schauen. Ja, an ihre strahlenden Augen erinnere ich mich noch heute!

Und weil Menschen wie diese Frau sich von Gott reich beschenkt wissen, sind sie darauf bedacht, ein bisschen von diesem Reichtum auch weiterzugeben. Wann immer ich an der Hütte der Frau vorbeigekommen bin, habe ich von ihr eine Tasse Tee bekommen, hin und wieder auch eine Handvoll Maisbrei und jedes Mal ein freundliches Wort.

Diese Erlebnisse in Afrika haben mich geprägt, und aus meiner Zeit dort habe ich ein paar Lebensweisheiten mitgenommen, die für mich auch hier zuhause wichtig geblieben sind. Diese möchte ich am heutigen Erntedanksonntag mit Ihnen tei­len, liebe Hörerinnen und Hörer.

Sprecherin:

Versuche, alles Gute Deines Lebens als Geschenk zu sehen:
Schon die Tatsache, dass du lebst, ist nicht selbstverständlich. Du hast keinen Anspruch darauf, zu existieren. Du hast keinen Anspruch darauf, siebzig oder achtzig Jahre oder noch älter zu werden. Jeder neue Tag deines Lebens ist ein Geschenk.
Jeder liebe Mensch, den du kennst, ist ein Geschenk an dich. Du hast ihn nicht gemacht, es ist nicht selbstverständlich, dass er da ist und dich gern hat.
Reich beschenkt bist du auch mit deinen Begabungen und Fähigkeiten – und wenn du gesund bist, ist das ein äußerst wertvolles Geschenk obendrauf.
Nicht zuletzt sind der Frieden und die Freiheit in diesem Land, in dem du lebst, keineswegs selbstverständlich.

Musik: So weit der Himmel ist. Aus: trinity, CD free, Track 9. trinity GbR Baltmannsweiler 2003. Best-Nr. 032003, LC 11258

Wenn ich von einem lieben Menschen ein Geschenk bekomme, freut mich das; dabei ist für mich nicht entscheidend, was das Geschenk gekostet hat oder wie kunstvoll es verpackt ist. Viel wichtiger ist mir das, was das Geschenk ausdrückt; damit zeigt mir jemand: Ich denke an dich! Ich hab dich gern! Und das macht mich glücklich. So ist das auch bei den vorhin genannten Geschenken des Lebens. Alles Gute des Lebens ist kein Zufall, sondern kommt aus Gottes Hand. Gott ist es, der mir diese Geschenke gibt, um mir zu zeigen, dass er mich mag. Davon bin ich überzeugt – und auch das haben mich die Menschen in Kenia gelehrt. Zu wissen: Gott beschenkt mich mit all dem Guten, einfach weil er mich lieb hat! macht mich glücklich. Ähnlich glücklich wie die Hauptfigur der folgenden Begebenheit aus dem Leben Jesu.

Sprecherin:

Aus dem Matthäusevangelium.
Auf dem Weg nach Jerusalem zog Jesus durch das Grenzgebiet von Samarien und Galiläa.
Als er in ein Dorf hineingehen wollte, kamen ihm zehn Aussätzige entgegen. Sie blieben in der Ferne stehen und riefen: Jesus, Meister, hab Erbarmen mit uns!
Als er sie sah, sagte er zu ihnen: Geht, zeigt euch den Priestern! Und während sie zu den Priestern gingen, wurden sie rein.
Einer von ihnen aber kehrte um, als er sah, dass er geheilt war; und er lobte Gott mit lauter Stimme. Er warf sich vor den Füßen Jesu zu Boden und dankte ihm. Dieser Mann war aus Samarien. Da sagte Jesus: Es sind doch alle zehn rein geworden. Wo sind die übrigen neun? Ist denn keiner umgekehrt, um Gott zu ehren, außer diesem Fremden?
Und er sagte zu ihm: Steh auf und geh! Dein Glaube hat dir geholfen.

Zehn Menschen macht Jesus gesund. Neun davon gehen ihrer Wege. Einer kehrt zu Jesus zurück und dankt ihm. Dieser hat darüber nachgedacht, was da gerade mit ihm geschehen ist: Wie war denn mein Leben vorher? Da war ich geächtet als Aussätziger. Die Leute haben einen Bogen um mich gemacht, um sich nicht anzustecken. Sie haben mit dem Finger auf mich gezeigt und getu­schelt: Was muss der wohl für schlimme Sachen angestellt haben, dass Gott ihn mit einer so schweren Krankheit straft?! Das Leben mit der Krankheit war trist – und es war hart. Keine Freunde, kein Arbeitsplatz – und dazu ständige Schmer­zen. Seit ich Jesus getroffen habe, ist alles anders: Die Krankheit ist weg. Jesus hat mich befreit – nicht nur von den Schmerzen, sondern auch von meiner Isola­tion. Jetzt bin ich wieder wer, ich werde Freunde und Arbeit finden. Danke, Jesus, dass du mich so reich beschenkt hast!

Diese Dankbarkeit macht den ehemals Kranken mehr als gesund – sie macht ihn heil. Denn im Gegensatz zu den anderen neun, die ihre Genesung als selbst­verständlich hinnehmen, schaut dieser sein Leben an: Er erkennt, was sich in seinem Leben alles zum Positiven verändert hat, und er weiß, wem er das zu verdanken hat. Das macht ihn glücklich.

Dankbarkeit und Glück hängen zusammen: Das ist mittlerweile auch wissen­schaftlich erwiesen. Die kalifornische Psychologin Sonja Lyubomirski fand in ihren Forschungen heraus: Dankbare Menschen sind gesünder und selbst­bewusster. „Es fällt schwer, unzufrieden, feindselig oder verbittert zu sein, wenn man für etwas dankbar ist“,[1] stellt die Psychologin fest und gibt den Rat, sich eine dankbare Grundhaltung anzueignen, um glücklich zu werden. „Wenn man das nicht regelmäßig tut, profitiert man davon nicht“, sagt Sonja Lyubomirsky. „Das ist, als ob man nur ein Mal im Jahr ins Fitnessstudio ginge. Wozu soll das gut sein?“[2]

Dass die Psychologin Recht hat, zeigen mir die anfangs erwähnten Menschen in Kenia. Sie schauen auf ihr Leben und finden darin reichlich Gutes. Sie danken für die Sonne, den Regen und die Ernte. Sie danken für ihre Familie, ihr Zuhause und ihre Arbeit. Diese dankbaren Menschen habe ich als zutiefst glücklich erlebt.

Und mir ist außerdem aufgefallen: Sie waren gelassen und optimistisch beim Blick in die Zukunft, obwohl die nach europäischen Maßstäben ziemlich unsicher ist. Denn sie haben alles Gute ihres Lebens Gott zugeschrieben. Und weil sie sich bisher reich von Gott beschenkt wussten, haben sie darauf vertraut, dass dies auch weiterhin so bleiben wird: „Gott, du hast uns all das geschenkt, weil du uns lieb hast. Asante Mungu – Danke, Gott! Auch weiterhin werden wir viel Gutes aus deiner Hand erhalten. Asante Mungu – Danke, Gott!“

Musik: Osterfreude. Aus: Hufeisen, CD Gottesklang, Track 8. Herder Audio Freiburg 1998. ISBN 3-7831-1624-4, LC 06190

Sprecherin:

Aus dem zweiten Brief des heiligen Paulus an die Gemeinde in Korinth:
Jeder gebe, wie er es sich in seinem Herzen vorgenommen hat, nicht verdrossen und nicht unter Zwang; denn Gott liebt einen fröhlichen Geber. In seiner Macht kann Gott alle Gaben über euch ausschütten, sodass euch allezeit in allem alles Nötige ausreichend zur Verfügung steht und ihr noch genug habt, um allen Gutes zu tun, wie es in der Schrift heißt: Reichlich gibt er den Armen; seine Gerechtig­keit hat Bestand für immer.
Gott, der Samen gibt für die Aussaat und Brot zur Nahrung, wird auch euch das Saatgut geben und die Saat aufgehen lassen; er wird die Früchte eurer Gerech­tigkeit wachsen lassen. In allem werdet ihr reich genug sein, um selbstlos schen­ken zu können.

Schaut euer bisheriges Leben an, rät Paulus seinen Gemeindemitgliedern in Korinth. Ihr werdet viele Gründe finden, eurem Gott dankbar zu sein. Und in euch wird das Bedürfnis wachsen, großzügig Gutes zu tun.

Wer dankbar ist, lässt andere an seinem Glück teilhaben: Diese von Paulus beschriebene Konsequenz ist ebenso wie der Zusammenhang zwischen Dank­barkeit und Glück bereits wissenschaftlich untersucht worden. Der amerikanische Psychologe David DeSteno hat in einer Studie den – wie er es nennt – Nutzen von Dankbarkeit nachgewiesen. Dazu „ließ [er] in einer Studie die Teilnehmer zunächst in mühsamer Kleinarbeit Daten in einen Rechner einspeisen. Kurz vor dem Ende der anstrengenden Aufgabe stürzt der Computer plötzlich ab.

Ein scheinbar unbeteiligter Assistent, der offenkundig selbst sehr in Eile ist, rettet einem Teil der Probanden kurzerhand die Daten. Als die Teilnehmer später nach Hause wollen, stoßen sie ‚zufällig‘ auf diesen Assistenten, der nun seinerseits um Unterstützung bittet. Wer selbst Hilfe erhalten hatte und somit dankbar war, kam diesem Wunsch großzügiger und uneigennütziger nach als jene Teilnehmer, die keine Unterstützung erfahren hatten.“[3]

Das Fazit des Psychologen: „Dankbarkeit lässt Menschen rechtschaffener und selbstloser handeln.[4]

Dankbarkeit nützt also nicht nur dem Dankbaren selbst, sondern auch anderen Menschen, die seine Hilfe brauchen. Für dieses selbstlose Handeln, das aus der Dankbarkeit erwächst, gibt es vielfältige Möglichkeiten; ich will nur drei Beispiele nennen.

In diesem Jahr haben die Landwirte in Ostafrika so gut wie nichts geerntet. Der Regen ist ausgeblieben, die Pflanzen sind verdorrt, viele Tiere verendet und unzählige Menschen gestorben. Die Überlebenden hausen in Flüchtlingslagern und wissen nicht, wie es mit ihnen weitergehen soll. Jeder Mensch in unserem Land, der genug zu essen und ein Dach über dem Kopf hat, ist eingeladen, für kirchliche Hilfswerke wie Misereor zu spenden; diese sind dort, wo die Not am größten ist, vor Ort und helfen den hungernden Menschen in Somalia und Kenia mit Nahrungsmitteln, Zelten und ärztlicher Versorgung.

Auch in unserem Land sind Menschen auf Hilfe angewiesen. Jeder Mensch, der gesund ist und Arbeit hat, ist eingeladen, einen Teil seines Vermögens der Cari­tas zukommen zu lassen oder sich ehrenamtlich bei ihr zu engagieren. Denn gerade die Caritas leistet flächendeckend Großartiges durch ihre Beratungsstel­len, ihre Kinderbetreuungseinrichtungen, ihre ambulante Krankenpflege, ihre Angebote für Menschen mit Behinderungen, für Langzeitarbeitslose und durch ihre Seniorenheime.

In so gut wie jeder Nachbarschaft gibt es Menschen, die einsam sind, die um einen toten Angehörigen trauern, die krank sind, die als Außenseiter gelten. Jeder Mensch, dem das Leben gerade seine Sonnenseite zeigt, ist eingeladen, diesen Leuten etwas von seiner Zeit zu schenken, sie zu besuchen und ihnen zuzuhören.

Dankbarkeit tut gut, denn sie bringt Glück und Hilfsbereitschaft hervor. Ich lade Sie ein, liebe Hörerinnen und Hörer, sich Tag für Tag neu an diesen Früchten der Dankbarkeit zu freuen.

Musik: Thankful. Aus: trinity, CD free, Track 1. trinity GbR Baltmannsweiler 2003. Best-Nr. 032003, LC 11258

Mit einem alten irischen Segensgebet wünsche ich Ihnen, liebe Hörerinnen und Hörer, einen Sonntag voller Dankbarkeit, einen frohen und glücklichen Ernte­danksonntag.

Mögest du die kleinen Wegweiser des Tages nie übersehen:
den Tau auf den Grasspitzen,
den Sonnenschein auf deiner Tür,
die Regentropfen im Blumenbeet,
das behagliche Buckeln der Katze,
das Wiederkäuen der Kuh,
das Lachen aus Kinderkehlen,
die Hand des Nachbarn, der dir einen Gruß über die Hecke schickt.
Möge dein Tag
durch viele kleine Dinge
groß werden.[5]

Dazu segne dich der Gott des Lebens und der Liebe:
Der Vater, der Sohn und der Heilige Geist. Amen.



[1] zitiert nach: http://herminemandl.wordpress.com/2007/11/02/glucksstrategie-dankbarkeit-und-hilfsbereitsschaft

[2] zitiert nach: http://www.news.de/gesellschaft/855038672/die-macht-der-dankbarkeit

[3] zitiert nach: http://www.news.de/gesellschaft/855038672/die-macht-der-dankbarkeit

[4] a.a.O.

[5] Die kleinen Wegweiser. In: H. Multhaupt: Möge dein Glück rund wie der Vollmond sein. Alte irische Segenswünsche IV. Aachen o.J., S. 23