Palme

Die Frohe Botschaft für Leute von heute



Predigten, Gottesdienst-Entwürfe, Bibel-Projekte und Segensworte
von Pfarrer Matthias Blaha



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„Auf ein Wort“ vom 14.06.2010                als Podcast (ca. 1 MB)
Matthias Blaha

standby – Beistand

Ich sitze auf der Couch und kann mich für kein Fernsehprogramm entscheiden. Die Fernbedienung in der Hand, zappe ich jetzt schon zum dritten Mal durch alle Kanäle.
Die Fernbedienung ist eine tolle Erfindung: Damit kann ich zwischen den Programmen umschalten, die Lautstärke ändern und muss dazu mein geliebtes Sofa keinen Moment im Stich lassen. Wenn ich den Fernseher ausschalte, signalisiert die rote Standby-Leuchte, dass das Gerät in Bereitschaft bleibt – ein Tastendruck genügt, und schon sehe ich wieder was.
Standby ist also eine bequeme Einrichtung in Fernsehern, Stereoanlagen und Computern, um aus dem Ruhezustand sofort in den Betrieb zu wechseln.
Dieses Standby bedeutet wörtlich „Beistand“.
Ein Beistand – das ist etwas, das im Hintergrund schlummert, um jederzeit aktiv werden zu können, wenn es gebraucht wird. Deshalb sagen Christen auch Beistand zu der Kraft Gottes, dem Heiligen Geist.
Im Standby-Betrieb für Sie befindet sich in jedem Augenblick des Lebens dieser Heilige Geist. Unaufdringlich im Hintergrund, immer in Bereitschaft, jederzeit aktivierbar.
Die „Fernbedienung“, um den Standby-Gott anzuschalten, haben die Menschen in der Hand, die gut sind zu sich selbst und zu den anderen. In ihnen entfaltet der Heilige Geist seine Wirkung: Sie leben dankbar, zufrieden und friedlich.
Auch in Ihnen will der Heilige Geist wirken. Lassen Sie ihn nicht im Standby-Modus dahindämmern, sondern aktivieren Sie ihn. Und Sie werden sehen…







„Auf ein Wort“ vom 16.06.2010                als Podcast (ca. 1 MB)
Matthias Blaha

Wer lacht, sieht mehr

Wer lacht, sieht mehr!
Das hat eine kanadische Forschergruppe herausgefunden. Medizinische Untersuchungen an Menschen in unterschiedlichen Stimmungslagen haben ergeben: Wer lacht und fröhlich ist, nimmt seine Umgebung intensiver und detaillierter wahr als wütende und schlecht gelaunte Zeitgenossen; bei letzteren stellt sich ein regelrechter Tunnelblick ein, der viele Eindrücke aus dem Gesichtsfeld ausblendet. So hat die Redensart „blind vor Wut“ durchaus ihre Berechtigung.
Dagegen weitet das Lachen das Gesichtsfeld. Mit der rosaroten Brille sieht man also tatsächlich besser – das ist nun wissenschaftlich erwiesen. Der leitende Forscher fasste diese Erkenntnis so zusammen: „Gute Laune erhöht buchstäblich die Größe des Fensters, durch das wir die Welt sehen.“
Wenn auch Sie mehr von Ihrer Welt sehen wollen – lachen Sie mal wieder. Am besten heute Abend noch. Vielleicht hilft Ihnen dieser Witz dabei…
Der Papst gibt einem Atheisten eine Privataudienz. Der Atheist will seinem Gastgeber eine Freude machen und sagt zur Begrüßung: „Herr Ratzinger, herzlichen Glückwunsch zum Namenstag!“ Worauf der Papst entgegnet: „Aber heute ist doch gar nicht Josef – und auch nicht Benedikt.“ Sagt der Atheist: „Aber heute ist doch der Sechzehnte.“







„Auf ein Wort“ vom 18.06.2010                als Podcast (ca. 1 MB)
Matthias Blaha

Die Mannschaft Jesu

Die besten Fußballer Deutschlands, von Jogi Löw zu einer Mannschaft zusammengestellt, kicken derzeit um den Weltmeistertitel.
Ich stelle Ihnen heute eine Mannschaft vor, die vor fast zweitausend Jahren aktiv war – auch bei einer Art „WM“, nämlich bei der Aufgabe, den christlichen Glauben zu einem global player zu machen.
Jesus sucht sich dafür seine Elf zusammen; das heißt, eigentlich waren es zwölf, aber Judas Iskariot wurde wegen groben Foulspiels vom Platz gestellt.
Zur Mannschaft gehört Kapitän Petrus: ein Fischer, der nie eine Schule besucht hat, genau wie sein Bruder Andreas.
Dann Jakobus der Ältere und Johannes: sie werden „Donnersöhne“ genannt, sind also Burschen mit Temperament.
Philippus, Bartholomäus und Jakobus der Jüngere: Drei ruhige Zeitgenossen.
Thomas und Matthäus: Der eine ein Zweifler, der andere ein Zolleintreiber.
Und schließlich Simon und Judas Thaddäus: Junge Revoluzzer mit viel Mut.
Ganz normale Menschen hat Jesus zu einer Mannschaft zusammengestellt, nicht weil sie die Besten waren, sondern weil sie begeistert waren. Bis heute spielt die Mannschaft Jesu – in anderer und viel größerer Besetzung als am Anfang. Und auch heute sucht Jesus Begeisterte, die seiner Botschaft ein Gesicht und eine Zukunft geben – weltweit. In der Mannschaft Jesu ist noch Platz – vielleicht auch für Sie?







 „Auf ein Wort“ vom 20.06.2010                als Podcast (ca. 1 MB)
Matthias Blaha

Voll daneben!

„Das war voll daneben!“
Als Jugendlicher bekam ich das öfters mal zu hören. Eigentlich war ich Ministrant, doch ein paar Mal im Jahr tauschte ich den Chorraum gegen den Strafraum: beim Fußball-Ministrantenturnier. Als Verteidiger war ich dem Torwart allerdings keine große Hilfe. Der putzte mich denn auch regelmäßig zusammen: „Das war ja wieder voll daneben!“ Zum Glück hielt sein Ärger nicht lange an. Denn hinterher gab’s ein Grillfest, und da waren meine Schnitzer auf dem Spielfeld schnell vergessen. Egal, wie das Spiel ausging – wir hatten in jedem Fall eine Menge Spaß.
Wo’s im Sport jedoch um Geld geht, gerät der Spaß schnell ins Abseits. Die schönste Nebensache der Welt ist für viele ein knallhartes Geschäft. Tore schießen, Weltrekorde aufstellen – das zählt für die Profis. Entsprechen sie nicht den Erwartungen, wenden sich Fernsehkameras, Zuschauer und Sponsoren von ihnen ab. Bist du nicht ganz vorne dran, bist du weg vom Fenster. So einfach ist das. Und so hart.
Nicht jeder kommt mit diesem Leistungsdruck zurecht. So mancher Sportler sieht nur mehr Doping als Ausweg.
Was haben wir gemacht aus der schönsten Nebensache der Welt? Eine Tretmühle, die Menschen kaputt macht? Das wäre wirklich voll daneben!

 



„Auf ein Wort“ vom 22.06.2010                 als Podcast (ca. 1 MB)
Matthias Blaha

Drei-Wörter-Sätze

Opa ist tot.
Es sind oft Sätze aus drei Wörtern, die das Leben eines Menschen entscheidend verändern, schreibt die junge Autorin Juli Zeh in ihrem Roman „Schilf“. (vgl. Juli Zeh, Schilf, S.77. München 2009. ISBN 978-3-442-73806-9)
Ich liebe dich. Ich bin schwanger.
Nach solchen und anderen Drei-Wörter-Sätzen ist das Leben für den, der sie hört, nicht mehr dasselbe wie zuvor.
So bedienen sich auch die Medien gern der Drei-Wörter-Sätze, um eine persönlich betreffende Botschaft zu vermitteln:
Wir sind Papst! Du bist Deutschland!
Es ist schon was dran an den Drei-Wörter-Sätzen; sie eröffnen eine völlig neue Situation, sie setzen intensive Gefühle in Gang. Sie betreffen unmittelbar, betreffen den ganzen Menschen.
Drei-Wörter-Sätze verwendet deswegen auch Gott, wenn er den Menschen etwas Entscheidendes sagen will. In der Bibel sind solche göttlichen Drei-Wörter-Sätze nachzulesen:
Ich bin da, sagt Gott seinem Volk Israel, das nicht mehr mit ihm rechnet.
Ich bin Brot, sagt Jesus seinen Freunden. Wie das Brot gebe ich euch Kraft für jeden neuen Tag eures Lebens.
Diese Drei-Wörter-Sätze können auch für Sie und mich das Leben verändern, wenn wir uns von ihnen betreffen lassen. Auch zu Ihnen und mir sagt Gott: Ich bin da. Da für dich. Ich bin Brot. Brot des Lebens.