Winterwanderung mit der Bibel

15.01.2006

 

Das Buch Rut
Alles wird gut

 

·        Tourbeschreibung:
Weggang Kirche Egweil
ð Richtung Pettenhofen auf der Hauptstraße
ð vor dem Anstieg re abbiegen in befestigten Feldweg
ð dem Feldweg immer folgen bis Höhe Hennenweidach
ð wo der Weg in asphaltierten Feldweg mündet, nach li abbiegen
ð am Feldkreuz li, nächste rechts (schlechter Schotterweg)
ð an der Einmündung zur Straße nach Irgertsheim re abbiegen
ð am Ortseingang Irgertsheim li in Siedlung
ð am Ortsrand weiter, bei der Einmündung li nach Pettenhofen
ð dort in die Kirche
ð zurück auf gleichem Weg

 

·        Beginn bei der Kirche
Hintergrundinformationen
ð Buch Rut = Familiengeschichte. Not und Leid wandeln sich in Glück und Freude
ð Rut = eine Hauptperson des Buches. Sie ist Vorfahrin von König David und damit auch Vorfahrin Jesu. Deswegen fand das Büchlein Eingang in den jüdischen und christlichen Kanon: Inter­esse für die Vorgeschichte Davids wie auch Jesu.
ð Historischer Kern, historische Personen; Geschichte dichterisch ausgeschmückt und frei gestaltet. Sinn = Transportieren einer Aus­sage über Gott und über die Menschen; Grundmotiv = Treue.
ð Abfassungszeit ca. 700 v. Chr.; Verfasser unbekannt; sicher männlich (obwohl manche feministischen Theologen die Geschichte einer Frau zuschreiben, war dies in der damaligen Zeit praktisch unmöglich)
ð 4 Kapitel, 4 Schauplätze – heute 4 Stationen

·        Station 1: Holzlagerplatz zwischen Egweil und Irgertsheim
Ort: Moab
ð Familie aus Betlehem, dem Geburtsort Jesu; Grund: späterer Nachkomme dieser Familie, David, ist Vorfahre von Josef, dem Mann Marias. Der muss in die Stadt seiner Vorfahren zur Volks­zählung. So hängt also die Familiengeschichte im Buch Rut mit den Ereignissen der Geburt Jesu zusammen.
ð Hungersnot in Betlehem zwingt Familie, nach Moab auszuwan­dern, wo fruchtbareres Land liegt.
ð Ehen von Israeliten mit Moabitern waren später verboten; hier durften sie anscheinend noch heiraten. Moabiter = Ausländer, kulturell und religiös Andersartige
ð Hungersnot in Betlehem ist zu Ende; Noomi bittet moabitische Schwiegertöchter, in Moab zu bleiben. Orpa tut dies, Rut geht mit nach Betlehem.

·        Station 2: Fahrsilo vor der Straße nach Irgertsheim
Ort: Auf dem Acker des Boas beim Ährenlesen
ð Ährenlesen: Die Armen durften hinter den erntenden Knechten und Mägden hergehen und die Ähren aufsammeln, die liegen geblieben waren.
ð Boas ist angetan vom Fleiß der Rut, aber vor allem von ihrer Treue zur Schwiegermutter und ihrem Glauben an Jahwe. Boas verschafft der Rut etliche Vorteile.
ð Boas ist „Löser“ der Familie Noomis: Löser ist nächster Ver­wandter, der die Pflicht hat, Angehörigen in Notlagen finanziell zu helfen und sie freizukaufen, sie also auszulösen.

·        Station 3: Ortsausgang Irgertsheim
Ort: Auf der Tenne des Boas
ð Boas schläft bei seinem Getreide, um es vor Dieben zu schüt­zen. Er freut sich über Ruts Besuch; diese erinnert ihn – weiblich geschickt – an seine Löserpflicht, und Boas verspricht ihr, seiner Löser-Rolle gerecht zu werden, also Rut und ihrer Schwiegermut­ter aus der finanziellen Patsche zu helfen.

·        Station 4: Kirche Pettenhofen
Ort: Am Stadttor von Betlehem
ð Boas „löst“ die finanziellen Probleme von Noomi: Er kauft ein Grundstück von ihr, sie hat wieder genug Geld.
ð Leviratsehe: nächster Verwandter ist nicht nur Löser, sondern hat auch die Pflicht, die kinderlose Witwe von Bruder/Cousin/... zur Frau zu nehmen, Nachkommen mit ihr zu haben und damit das Geschlecht weiterzuführen. Dies tut Boas – er heiratet Rut.
ð Rut gebiert den Großvater Davids, Obed. Und Noomi ist glück­lich über ihren Enkel, den sie als „Kindsmagd“ versorgt.

ð Fazit:
Rut als Ausländerin ist Uroma von David und damit Vorfahrin von Jesus!
Auch für Ausländer ist Gott da – er sorgt auch für Rut und segnet sie.
Treue Gottes – er wendet Not in Glück und Leid in Freude. Auch in Notlagen ist Gott da und bemüht sich um Veränderung der Situ­ation zum Guten.
Treue Ruts – sie bleibt bei der Schwiegermutter; dies zahlt sich aus.