Winterwanderung mit der Bibel

29.01.2006

 

Das Buch Maleachi
prophetisches Schlusswort des Alten Testaments

 

·        Tourbeschreibung:
Weggang Kirche Nassenfels
ð immer entlang der Straße auf dem Radweg nach Möckenlohe
ð dort in die Kirche
ð zurück auf gleichem Weg

 

·        Beginn bei der Kirche
Hintergrundinformationen
ð Buch Maleachi = letztes Buch des AT, letztes Buch der „Zwölf Propheten“. Entstanden ca. Mitte des 5. Jh.; Situation: Tempel von Jerusalem ist nach der Zerstörung Jerusalems und anschließenden Verbannung eines Großteils seiner Einwohner nach Babylonien wieder aufgebaut. Nach der ersten Begeisterung reißt Nachlässig­keit im Tempelgottesdienst ein – sowohl bei den Priestern als auch beim Volk. Unterstützt wird diese Entwicklung durch politischen Frieden. Dagegen geht Maleachi an.
ð Der Prophet: Name bedeutet entweder „mein Bote“ oder „Jahwe ist mein schützender Engel“. Ansonsten ist über Mal nichts bekannt, nur, dass er vermutlich seine prophetischen Worte selber niedergeschrieben hat.
ð Interessante Neuerung im prophetischen Reden = Diskussions­rede. Argumente & Fragen der Diskussionspartner werden aufge­griffen und prophetisch beantwortet.

·        Station 1: Wegkreuz am Ortsausgang von Nassenfels
Kritik an den Priestern: Mal 1,1-2,9 i.A.
ð „Gammelfleisch“ war damals schon ein Thema, allerdings in anderem Zusammenhang: Opferfleisch wurde verbrannt – Mei­nung „Dafür tut’s ja auch das verfaulte/verschimmelte Zeug.“
Argument Maleachis: Auch dem Statthalter gibt man nur gute Geschenke, damit er sich drüber freut und wohlwollend bleibt. So sollte man es auch mit Jahwe halten.
ð V 11 hat ins 3. Hochgebet Eingang gefunden.
ð V 13: Mangelnder Enthusiasmus der Priester; sie werden träge und lustlos.
ð V 14 gegen die Laien, die ebenso den Herrn „betrügen“.

·        Station 2: Ortseingang von Möckenlohe
Gottes Gericht und Gottes Gerechtigkeit: Mal 2,17-3,22 i.A.
ð Wer sich treu an Jahwes Gebote hält, wird glücklich sein; wer dies nicht tut, wird vernichtet (= vernichtet sich selbst).

·        Station 3: Kirche Möckenlohe
Ausblick auf das NT: Mal 3,23-24
ð „Wegbereiter“ = Elija, der wiederkommt; später wurden sowohl Johannes d. T. als auch Jesus für diesen gehalten.

 

Fazit:

ð Gott will ernst genommen werden. Auch in guten Zeiten soll man zu ihm Kontakt halten in Gottesdienst und Gebet.
ð Lohn dafür = Gericht als Gewinn – glückliches, sicheres Weiter­leben der Gerechten
ð Schluss des Buches wird gern als Nahtstelle zwischen den Testa­menten gesehen: Verkündigung des Wegbereiters bei Mal – Erfüllung der Verheißung in Johannes d. T.