Winterwanderung mit der Bibel

27.01.2008

 

Gottes Wege sind Wege zum Glück
Das Buch des Propheten Baruch

 

·        Tourbeschreibung:
Weggang Kirche Egweil
ð über landwirtschaftlichen Weg zur Kirche Unterstall
ð Einkehr im Schützenheim
ð zurück auf gleichem Weg

 

·        Kirche Egweil
Hintergrundinformationen
ð Prophet = nicht Wahrsager, sondern Weissager: Weisheiten für ein gelingendes Leben in der Gegenwart, damit die Zukunft gut wird. Prophet sagt also nicht die Zukunft voraus, sondern sagt: Wenn du das machst, wird die Zukunft gut; machst du jenes, wird sie schlecht sein.

ð Lesung I: Bar 1,1-5
ð Baruch = Sekretär des Propheten Jeremia. Er schreibt das Buch kurz nach der Verbannung nach Babylonien im Jahr 581 v. Chr. dort in der Fremde. Anschließend wurde das Buch nach Jerusalem in die alte Heimat geschickt, um die dort Verbliebenen bei den Gottesdiensten zu ermutigen, auf eine Rückkehr der Verbannten zu hoffen und vor allem nach Gottes Willen zu leben.
ð Zwei Hauptmotive der Geschichte Israels tauchen im kurzen Baruch-Buch immer wieder auf: Die Rückkehr aus der Sklaverei in Ägypten vor vielen Jahrhunderten (= Gott hat seinem Volk den Weg ins Glück gewiesen) und die Verbannung nach Babylonien vor wenigen Jahren (= das gottlose Volk hat sich ins Unglück gestürzt).
ð Gliederung: Schuldbekenntnis und Bitte um Vergebung – Ver­trauensbekundung, dass Gott helfen wird – Lob auf die Weisheit, die im Befolgen der Gebote besteht.

·        Lesung II am 1. Wegkreuz
Bar 1,15-2,16 i.A.
ð Strafe Gottes im AT = Strafe, mit der sich die Menschen, die Unrecht tun, selbst bestrafen. Erkenntnis: Unrecht fällt auf den Unrecht-Täter zurück.
ð Das Volk in der Verbannung erkennt das von ihm begangene Unrecht und den Undank Gott gegenüber, der seinem Volk schon viel Gutes getan hat.
ð Der Schlüssel zu besserem Leben = Erkenntnis der Fehler und Bitte um Vergebung!
ð Und: Auch in der Fremde glaubt das Volk Israel, das Gehör seines Gottes erreichen zu können.

 

·        Lesung III am 2. Wegkreuz
Bar 2,27-3,7
ð Der Blick in die Geschichte des Volkes gibt Anlass zur Hoffnung, trotz der Verbannungs-Situation.
ð Hoffnung auf Gottes Güte wegen der Umkehr zu seiner Weisung.

·        Lesung IV in der Kirche Unterstall
Bar 3,9-4,4
ð Gott als Inbegriff der Weisheit hat die unbegreifliche Weisheit seinem Volk Israel anvertraut in den Geboten.
ð weise = jede/r, der sich an Gottes Gebote hält. So jemand wird erfülltes Leben finden.

·        Und die Moral von der Geschicht?
ð Gebote Gottes ermöglichen die Freiheit der Menschen.
ð Wer Gottes Gebote nicht hält, wird unfrei (sh. Verbannung)
ð Gottes Gebote gelten als Weisheit. Sie zu halten bedeutet: die Weisheit für sein eigenes Leben entdecken. Wer in dieser Form weise ist, lebt in Freiheit und Frieden.
ð Wer auf den Wegen Gottes geht, findet das Glück!