Bike and Bible – 1. Tour

23.05.2003

 

Psalmen

 

·        Tourbeschreibung:
Abfahrt Kirche Nassenfels
ð über Radweg nach Egweil bis Abzw. landw. Weg Ri Attenfeld
ð Feldweg links hoch bis Flugplatz
ð über Hauptstr. drüber, Feldweg bis Attenfeld
ð in Attenfeld: in Kirche rein
ð Schindbühlweg, über Hauptstr. drüber, an Steinbruch vorbei, re Abzweigung, dann li halten
ð durch den Wald bergab, bis der Weg aus dem Wald rausführt
ð an „Fluss“ Speck und Schafweide entlang, nach Meilenhofen
ð Radweg über Zell, Speckberg, Speckmühle und Schloss zurück.
Ziel: Schloss
Strecke: ca. 10 km

·        Station 1: vor der Nassenfelser Kirche
Grundsätzliches über Psalmen
ð Ps = Gebete von Juden, ca. 3000 Jahre alt
ð David gilt in der Trad als Verfasser der meisten Ps, doch zwei­felhaft; wohl eher viele Verf
ð Themen der Ps spiegeln ganzes Leben wider: Freude, Trauer, (Miss-)Erfolg, Krankheit, Dank, Bitte, Jubel, Niedergeschlagen­heit...
ð Ps werden uns heute auf dem Weg begleiten; wir werden „er-fahren“, in welchen Situationen die Beter waren.

Ps 121
ð Beter schaut in die Zukunft, weiß nicht, was kommt. Doch er vertraut darauf: Egal, wo’s lang geht, Gott beschützt ihn, steht ihm zur Seite
ð Ps lesen

·        Station 2: Flugplatz
Ps 139,1-18
ð Ps vorlesen
ð meditativer Impuls:
Gott, du kennst mich. Du kennst sogar meine Gedanken.
Ob ich sitze oder stehe, gehe oder ruhe, du weißt von mir.
Du bist vertraut mit all meinen Wegen.
Steige ich hinauf in den Himmel, so bist du dort.
Auch am Ende der Welt wird deine Hand mich aufheben.
Deine Augen sahen, wie ich entstand.
Ich danke dir, dass du mich so wunderbar gestaltet hast. (wh.)
Staunenswert sind deine Werke!

Der Beter versteht sich als Wunderwerk Gottes. Er dankt Gott dafür, dass er so ist, wie er ist.
Der Beter weiß sich immer und überall von Gott begleitet und ver­standen.
Gott – der engste Vertraute, kein Anstandswauwau, sondern ein Freund.

·        Station 3: Kirche Attenfeld
Ps 113
ð Kirchen sind ein Zeichen für die Größe Gottes – und für seine Verbindung zu den Menschen
ð Der Beter des folgenden Psalms war wohl in einer Kirche (Syn­agoge). Er singt ein Loblied auf Gottes Größe – und auf Gottes Sorge für die Kleinen
ð Ps lesen
ð Lied: GL 257, 1+2+5 (Großer Gott, wir loben dich)


·        Station 4: Am Ende des Waldes, bei der Schafherde
Ps 23
ð ins Gras setzen
ð Wir haben das anstrengendste Stück hinter uns – Berge, schlechte Wege. Jetzt können wir aufatmen, ausruhen.
ð Ps 23 lesen
ð Der Beter hat schwierige Strecken seines Lebenswegs überstan­den. Jetzt geht es ihm wieder gut. Diese Tatsache schreibt er Gott zu – er hat ihn aus Problemen herausgeführt und ihn wieder bes­sere Zeiten sehen lassen. Das macht den Beter optimistisch – er hat keine Angst vor der Zukunft; er weiß: Auch unter widrigen Umständen sorgt Gott für mich wie ein Hirt für seine Schafe.
ð eigenen Psalm schreiben: Gebet, in dem ähnliches anklingt: Vertrauen auf Gott, Dank, Bitte...

·        Station 5: Speckberg
Ps 104
ð Wir haben viel Natur gesehen auf unserem Weg. Jetzt sind wir auf dem Speckberg und überblicken ein schönes Stück Erde. Viel­leicht hat der Beter des Psalms 104 auch ein beeindruckendes Naturerlebnis gehabt. Vielleicht ist er auch auf einem Berg geses­sen, hat ins Land geschaut, während er seinem Gott folgendes sagt:
ð Ps lesen

·        Station 6: Schloss
Ps 67 als Schlusssegen

 

Material: Bibeln, Zettel, Stifte


Bike and Bible – 1. Tour

23.05.2003

 

Die Psalmen

 

Ps 121: Der Wächter Israels

Ich hebe meine Augen auf zu den Bergen: Woher kommt mir Hilfe?

Meine Hilfe kommt vom Herrn, der Himmel und Erde gemacht hat.

Er lässt deinen Fuß nicht wanken; er, der dich behütet, schläft nicht.

Nein, der Hüter Israels schläft und schlummert nicht.

Der Herr ist dein Hüter, der Herr gibt dir Schatten; er steht dir zur Seite.

Bei Tag wird dir die Sonne nicht schaden noch der Mond in der Nacht.

Der Herr behüte dich vor allem Bösen, er behüte dein Leben.

Der Herr behüte dich, wenn du fortgehst und wiederkommst,

von nun an bis in Ewigkeit.

 

Ps 139: Der Mensch vor dem allwissenden Gott

Herr, du hast mich erforscht und du kennst mich.

Ob ich sitze oder stehe, du weißt von mir.

Von fern erkennst du meine Gedanken.

Ob ich gehe oder ruhe, es ist dir bekannt; du bist vertraut mit all meinen Wegen.

Noch liegt mir das Wort nicht auf der Zunge - du, Herr, kennst es bereits.

Du umschließt mich von allen Seiten und legst deine Hand auf mich.

Zu wunderbar ist für mich dieses Wissen, zu hoch, ich kann es nicht begrei­fen.

Wohin könnte ich fliehen vor deinem Geist, wohin mich vor deinem Ange­sicht flüchten?

Steige ich hinauf in den Himmel, so bist du dort; bette ich mich in der Unterwelt, bist du zugegen.

Nehme ich die Flügel des Morgenrots und lasse mich nieder am äußersten Meer, auch dort wird deine Hand mich ergreifen und deine Rechte mich fas­sen.

Würde ich sagen: „Finsternis soll mich bedecken, statt Licht soll Nacht mich umgeben“, auch die Finsternis wäre für dich nicht finster, die Nacht würde leuchten wie der Tag, die Finsternis wäre wie Licht.

Denn du hast mein Inneres geschaffen, mich gewoben im Schoß meiner Mutter.

Ich danke dir, dass du mich so wunderbar gestaltet hast. Ich weiß: Staunens­wert sind deine Werke.

Als ich geformt wurde im Dunkeln, kunstvoll gewirkt in den Tiefen der Erde, waren meine Glieder dir nicht verborgen.

Deine Augen sahen, wie ich entstand, in deinem Buch war schon alles ver­zeichnet; meine Tage waren schon gebildet, als noch keiner von ihnen da war.

Wie schwierig sind für mich, o Gott, deine Gedanken, wie gewaltig ist ihre Zahl! Wollte ich sie zählen, es wären mehr als der Sand. Käme ich bis zum Ende, wäre ich noch immer bei dir.

 

Ps 113: Ein Loblied auf Gottes Hoheit und Huld

Halleluja!

Lobet, ihr Knechte des Herrn, lobt den Namen des Herrn!

Der Name des Herrn sei gepriesen von nun an bis in Ewigkeit.

Vom Aufgang der Sonne bis zum Untergang sei der Name des Herrn gelobt.

Der Herr ist erhaben über alle Völker, seine Herrlichkeit überragt die Him­mel.

Wer gleicht dem Herrn, unserm Gott, im Himmel und auf Erden,

ihm, der in der Höhe thront, der hinabschaut in die Tiefe,

der den Schwachen aus dem Staub emporhebt

und den Armen erhöht, der im Schmutz liegt?

Er gibt ihm einen Sitz bei den Edlen, bei den Edlen seines Volkes.

Die Frau, die kinderlos war, lässt er im Hause wohnen;

sie wird Mutter und freut sich an ihren Kindern.

Halleluja!

 

Ps 23: Der gute Hirt

Der Herr ist mein Hirte, nichts wird mir fehlen.

Er lässt mich lagern auf grünen Auen

und führt mich zum Ruheplatz am Wasser.

Er stillt mein Verlangen;

er leitet mich auf rechten Pfaden, treu seinem Namen.

Muss ich auch wandern in finsterer Schlucht, ich fürchte kein Unheil;

denn du bist bei mir, dein Stock und dein Stab geben mir Zuversicht.

Du deckst mir den Tisch vor den Augen meiner Feinde.

Du salbst mein Haupt mit Öl, du füllst mir reichlich den Becher.

Lauter Güte und Huld werden mir folgen mein Leben lang,

und im Haus des Herrn darf ich wohnen für lange Zeit.

Ps 104: Ein Loblied auf den Schöpfer

Lobe den Herrn, meine Seele! Herr, mein Gott, wie groß bist du!

Du bist mit Hoheit und Pracht bekleidet.

Du hüllst dich in Licht wie in ein Kleid,

du spannst den Himmel aus wie ein Zelt.

Du verankerst die Balken deiner Wohnung im Wasser.

Du nimmst dir die Wolken zum Wagen,

du fährst einher auf den Flügeln des Sturmes.

Du machst dir die Winde zu Boten und lodernde Feuer zu deinen Dienern.

Du hast die Erde auf Pfeiler gegründet;

in alle Ewigkeit wird sie nicht wanken.

Einst hat die Urflut sie bedeckt wie ein Kleid,

die Wasser standen über den Bergen.

Sie wichen vor deinem Drohen zurück,

sie flohen vor der Stimme deines Donners.

Da erhoben sich Berge und senkten sich Täler

an den Ort, den du für sie bestimmt hast.

Du hast den Wassern eine Grenze gesetzt, die dürfen sie nicht überschreiten; nie wieder sollen sie die Erde bedecken.

Du lässt die Quellen hervorsprudeln in den Tälern,

sie eilen zwischen den Bergen dahin.

Allen Tieren des Feldes spenden sie Trank,

die Wildesel stillen ihren Durst daraus.

An den Ufern wohnen die Vögel des Himmels,

aus den Zweigen erklingt ihr Gesang.

Du tränkst die Berge aus deinen Kammern,

aus deinen Wolken wird die Erde satt.

Du lässt Gras wachsen für das Vieh, auch Pflanzen für den Menschen, die er anbaut, damit er Brot gewinnt von der Erde und Wein, der das Herz des Menschen erfreut, damit sein Gesicht von Öl erglänzt und Brot das Men­schenherz stärkt.

Die Bäume des Herrn trinken sich satt,

die Zedern des Libanon, die er gepflanzt hat.

In ihnen bauen die Vögel ihr Nest, auf den Zypressen nistet der Storch.

Die hohen Berge gehören dem Steinbock,

dem Klippdachs bieten die Felsen Zuflucht.

Du hast den Mond gemacht als Maß für die Zeiten,

die Sonne weiß, wann sie untergeht.

Du sendest Finsternis, und es wird Nacht,

dann regen sich alle Tiere des Waldes.

Die jungen Löwen brüllen nach Beute, sie verlangen von Gott ihre Nahrung.

Strahlt die Sonne dann auf, so schleichen sie heim

und lagern sich in ihren Verstecken.

Nun geht der Mensch hinaus an sein Tagwerk,

an seine Arbeit bis zum Abend.

Herr, wie zahlreich sind deine Werke! Mit Weisheit hast du sie alle gemacht, die Erde ist voll von deinen Geschöpfen.

Da ist das Meer, so groß und weit, darin ein Gewimmel ohne Zahl:

kleine und große Tiere.

Dort ziehen die Schiffe dahin,

auch der Leviátan, den du geformt hast, um mit ihm zu spielen.

Sie alle warten auf dich, dass du ihnen Speise gibst zur rechten Zeit.

Gibst du ihnen, dann sammeln sie ein;

öffnest du deine Hand, werden sie satt an Gutem.

Verbirgst du dein Gesicht, sind sie verstört;

nimmst du ihnen den Atem, so schwinden sie hin

und kehren zurück zum Staub der Erde.

Sendest du deinen Geist aus, so werden sie alle erschaffen,

und du erneuerst das Antlitz der Erde.

Ewig währe die Herrlichkeit des Herrn; der Herr freue sich seiner Werke.

Er blickt auf die Erde, und sie erbebt; er rührt die Berge an, und sie rauchen.

Ich will dem Herrn singen, solange ich lebe,

will meinem Gott spielen, solange ich da bin.

Möge ihm mein Dichten gefallen. Ich will mich freuen am Herrn.

Doch die Sünder sollen von der Erde verschwinden,

und es sollen keine Frevler mehr da sein.

Lobe den Herrn, meine Seele! Halleluja!

 

Ps 67: Dank für den Segen Gottes

Gott sei uns gnädig und segne uns. Er lasse über uns sein Angesicht leuchten,

damit auf Erden sein Weg erkannt wird und unter allen Völkern sein Heil.

Die Völker sollen dir danken, o Gott, danken sollen dir die Völker alle.

Die Nationen sollen sich freuen und jubeln.

Denn du richtest den Erdkreis gerecht.

Du richtest die Völker nach Recht und regierst die Nationen auf Erden.

Die Völker sollen dir danken, o Gott, danken sollen dir die Völker alle.

Das Land gab seinen Ertrag. Es segne uns Gott, unser Gott.

Es segne uns Gott. Alle Welt fürchte und ehre ihn.